Verbesserung der Energieleistung Nr. 3

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Die korrekte Interpretation der Daten bei der Messung der Energieleistung skennzahlen ist wahrscheinlich eine der größten Herausforderungen, vor der Fachleute in jeder Wirtschaftsbranche stehen.

Wenn Informationen über die Energieleistung zum Beispiel in Form von Tabellen vermittelt werden, wie im Beispiel unten, bekommen die Leute glasige Augen angesichts der vielen Reihen und Spalten voller scheinbar bedeutungsloser Zahlen.


Die richtige Bedeutung hinter der Zahlen zu finden ist eine der größten Herausforderungen bei der Verbesserung der Energieleistung.

Wenn die Informationen in der Tabelle jedoch mit Hilfe von Analyse-Tools bearbeitet werden, wird die zugrunde liegende Botschaft, die die Daten enthalten, einfacher zu verstehen, und plötzlich fällt sie ihnen wie Schuppen von den Augen.

Der monatliche Gasverbrauch kann beispielsweise in Form eines Histogramms dargestellt werden und wenn die Energie für die Raumheizung in einem Gebäude genutzt wird, dann ist eine ‚Badewannenkurve‘ normal, die in den Wintermonaten einen größeren Verbrauch zeigt und zur wärmeren Zeit hin stetig sinkt.


Typische ‚Badewannen‘-Kurve für eine Gasheizung, die einen nach und nach sinkenden Verbrauch zu den wärmeren Monaten hin zeigt.

Wenn das jährliche Verlaufsdiagramm etwas anderes zeigt, als sinnvollerweise zu erwarten wäre, könnte es Zeit sein, tiefer einzutauchen und die Gründe zu untersuchen, warum dies so ist.

Ein weiteres nützliches Diagnose-Tool ist die Darstellung des Energieverbrauchs in Form einer Wärmekarte, auf der jedem Feld eine Farbe zugeordnet wird, die einem bestimmten kWh-Verbrauchswert entspricht. Die unten gezeigte Wärmekarte veranschaulicht das Gasverbrauchsmuster über einen 24-stündigen Zeitraum auf der vertikalen Achse und eine Zeitspanne von 70 Tagen auf der horizontalen Achse.

Die Ergebnisse in diesem Beispiel zeigen, was in einer kontrollierten Büroumgebung zu erwarten ist, in der die Heizung etwa um 4:30 Uhr angeht (je nach den Außen- und Innentemperaturen) und sich dann etwa um 17:30 Uhr abschaltet, wobei an den Wochenenden und in anderen unbelegten Zeiträumen kein Verbrauch stattfindet.

Die dunkler werdenden Farben je näher der Herbst rückt geben an, dass mehr Gas verbraucht wird, um die erforderliche Temperatur in den Büros zu halten. Mit anderen Worten, das Diagramm zeigt ein Verbrauchsmuster an, das man für ein gut funktionierendes Heizungssystem erwarten würde.


‚Wärmekarte‘ zeigt ein optimales Verbrauchsmuster über den Messzeitraum an.

Vergleichen Sie die obige Wärmekarte mit der unten gezeigten, die zu einer Arzneimittelfabrik gehört, in der aufgrund hoher Gasrechnungen eine Untersuchung des Energieverbrauchs eingeleitet wurde. Energie wird nahezu willkürlich im 24-Stunden-Zeitfenster verbraucht, selbst in den unbelegten Zeiten, was auf ernsthafte Steuerungsprobleme hindeutet, die eine weitere Untersuchung erfordern.


‚Wärmekarte‘ zeigt ein Verbrauchsmuster ‚außerhalb der Norm‘.

Eine Wärmekarte des Stromverbrauchs kann auch Unregelmäßigkeiten hervorheben, wie im Beispiel unten, wo erhöhter Energieverbrauch bei sinkenden Temperaturen unerwartet ist, da die Fabrik über ein Zuluft-Heizsystem mit direkter Beheizung durch Gasbrenner beheizt wird.


‚Wärmekarten‘ können auch zugrunde liegende Verbrauchsprobleme beim Stromverbrauch offen legen.

Analyse-Tools wie Wärmekarten und simple Diagrammtechniken sind eine effektive und wirkungsvolle Methode zur Diagnose von Problemen und vermitteln den Verantwortlichen in einer Organisation zudem entscheidende Informationen.

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